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Die Nachhaltigkeitsstrategien der Länder der Region RENN.mitte

In der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie spielen die Länder eine wichtige Rolle. Über den sogenannten Bund-Länder-Erfahrungsaustausch zu nachhaltiger Entwicklung tauschen sich Bund und Länder unter Vorsitz des Bundeskanzleramtes und des Vorsitzlandes der Ministerpräsidentenkonferenz regelmäßig über aktuelle Themen nachhaltiger Entwicklung aus. Durch die föderale Struktur ist die Umsetzung wichtiger Ziele, z.B. zum Flächenverbrauch oder zur Bildung, Sache der Bundesländer. Wie sie diese umsetzen, bleibt den Zuständigen vor Ort überlassen.

Berlin   Brandenburg   Sachsen   Sachsen-Anhalt   Thüringen

Berlin

Das Berliner Nachhaltigkeitsprofil: Berlin beschreitet neue Wege der Zukunftsgestaltung und des Nachhaltigkeitsmanagements. Mit dem Berliner Nachhaltigkeitsprofil wird das Thema Nachhaltigkeit quer zu bestehenden städtischen Strategien in den Mittelpunkt gerückt. Hier werden erfolgversprechende – weil berlintypische – Potenziale und Zukunftstalente für Nachhaltigkeit fokussiert. Diese Profilierungsfelder zu identifizieren und mit innovativen Praxisansätzen zu illustrieren, ist der Kern des Berliner Nachhaltigkeitsprofils. Berlin hat hiermit ein neues Instrument entwickelt, das besonders auf den Nachhaltigkeitsprozess in Metropolen zugeschnitten ist und effizient und flexibel auf aktuell urbane Entwicklungsprozesse reagieren kann. Dies stellt national wie international eine Innovation bei den Nachhaltigkeitsansätzen dar.

→ Nachhaltigkeitsprofil Berlin

Brandenburg

Die Landesnachhaltigkeitsstrategie Brandenburg wurde 2014 von der Landesregierung beschlossen. Vorangegangen war ein breiter öffentlicher Dialog. Fünf Handlungsfelder sind als Schwerpunkte definiert: Wirtschaft und Arbeit in der Hauptstadtregion, Lebenswerte Dörfer und Städte, Brandenburg als Modellregion für Energiewende und Klimaanpassung, Zukunftsfähige Finanzpolitik sowie Bildung und nachhaltige Entwicklung. Im vierten Quartal 2017 soll die Landesregierung dem zuständigen Landtagsausschuss einen Fortschrittsbericht zur Umsetzung sowie Eckpunkte einer Fortschreibung der Nachhaltigkeitsstrategie vorlegen. Angesichts der neuen Rahmenbedingungen (hier vor allem der Agenda 2030) wird derzeit geprüft, ob und welche neuen Ziele für die Fortschreibung abzuleiten sind. Federführendes Ressort ist das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft.

→ Nachhaltigkeitsstrategie Brandenburg

Sachsen

Im Jahr 2013 hat der Freistaat die Nachhaltigkeitsstrategie „Sachsen hat Zukunft“ verabschiedet. Sie definiert in acht Handlungsfeldern Schwerpunkte, Indikatoren und Ziele. Dazu gehören: Bildung nachhaltig gestalten; Nachhaltige Finanzpolitik; Klima schützen, Energie effizient nutzen, Versorgung sichern; Natürliche Lebensgrundlagen schonen; Städte und ländlichen Raum gemeinsam in die Zukunft führen; Wirtschaftswachstum und Innovation eine Richtung geben; Fachkräftepotenziale sichern und nutzen sowie Gesundheit und Lebensqualität erhalten. Nachhaltigkeit ist in Sachsen eine ressortübergreifende Aufgabe, deren Umsetzung durch die Fachressorts erfolgt. Die Koordinierung liegt beim Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft. Im Herbst 2016 stellte die Sächsische Staatsregierung ihren erstmalig aufgelegten Nachhaltigkeitsbericht vor.

→ Nachhaltigkeitsstrategie Sachsen

Sachsen-Anhalt

2011 hat die Landesregierung den Nachhaltigkeitsbericht mit dem Titel „Gemeinsam für eine lebenswerte Zukunft“ veröffentlicht. 2014 wurde erstmals ein ressortübergreifender Indikatorenbericht zur nachhaltigen Entwicklung des Landes Sachsen-Anhalt vorgelegt. Der Bericht dokumentiert 41 Indikatoren unter anderem aus den Bereichen Umwelt, Klima und Energiepolitik; Verkehr; Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen; Finanzen; Wirtschaft;  Beschäftigung;  demografische Entwicklung; Kriminalität;  Bildung; Gesundheit und Chancengleichheit. Der Indikatorenbericht wird alle vier Jahre fortgeschrieben. Federführendes Ressort ist das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie.

→ Nachhaltigkeitsstrategie Sachsen-Anhalt

 

 

 

Thüringen

Die Thüringer Nachhaltigkeitsstrategie gibt es seit 2011. Sie wird alle vier Jahre fortgeschrieben. Sieben Themenschwerpunkte wurden definiert: Nachhaltiges Handeln von Staat und Gesellschaft; Demografischer Wandel; Natürliche Ressourcen; Energie und Klima; Bildung für Nachhaltige Entwicklung; Nachhaltiges Wirtschaften sowie Gesundes Leben. Das Monitoring erfolgt über 27 Indikatoren mit Zielen. Einen ersten Indikatorenbericht gab es 2012, dieser wird alle 2 Jahre fortgeschrieben. Die Thüringer Nachhaltigkeitsstrategie befindet sich derzeit in der Fortschreibung und soll die SDGs mit einbeziehen. Federführendes Ressort ist das Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz.
Im Dezember 2016 hat der Landtag die Einrichtung eines parlamentarischen Beirats zur Nachhaltigen Entwicklung beschlossen. Er soll die parlamentarische Arbeit begleiten und auf die Ausgestaltung von Gesetzen und Richtlinien, in Einklang mit den Zielen und Indikatoren der Agenda 2030, hinwirken. Dazu wird er mit dem Beirat zur Nachhaltigen Entwicklung in Thüringen und der Staatssekretärsarbeitsgruppe zur Nachhaltigen Entwicklung zusammenarbeiten.

→ Nachhaltigkeitsstrategie Thüringen

 

 

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